→ Magyar megmutatás - Zur Projektbeschreibung auf Ungarisch
→ English version - Zur Projektbeschreibung auf Englisch
→ גירסה עברית - Zur Projektbeschreibung auf Hebräisch
Der samaritanische Pentateuch: Kritische editio magna
Ziel des Projekts ist die Erstellung und Publikation einer kritischen Edition des hebräischen Pentateuchs der Samaritaner. Obgleich der samaritanische Pentateuch zu den wichtigsten Textgrundlagen der alttestamentlichen Wissenschaft und der Althebraistik gehört, fehlt bislang eine Ausgabe, die derzeitigen wissenschaftlichen Anforderungen genügt, da die Ausgabe August Freiherr von Galls (1914-1918) sowohl bezüglich ihrer Handschriftenbasis als auch bezüglich ihrer Editionsmethode als überholt zu bewerten ist.
Die geplante Ausgabe wird in der Form einer diplomatischen Edition auf der Handschrift Ms. Cambridge Add. 1846 (frühes 12. Jh. n. Chr.) beruhen. Es handelt sich dabei um das älteste fast vollständig erhaltene Manuskript des samaritanischen Textes. In einem kritischen Apparat werden die Varianten von ca. 150 weiteren samaritanisch-hebräischen Manuskripten und Manuskriptfragmenten (9.-15. Jh. n. Chr.) erfaßt. Zwei weitere Apparate bieten zudem die Varianten der samaritanischen Versionen (samaritanisch-aramäischer Targum und samaritanisch-arabische Übersetzung) sowie Parallelen zum samaritanischen Text in anderen außermasoretischen antiken Textzeugen (insbesondere Septuaginta und Handschriften aus Qumran). In Randnoten wird die Vokalisierung einzelner Wörter vermerkt, wo dies für das spezifische Verständnis der samaritanischen Texttradition erforderlich erscheint, besonders bei signifikanten Differenzen zur masoretischen Vokalisierung sowie bei verschiedenen Lesemöglichkeiten einer bestimmten schriftlichen Wortform. Da die samaritanische Überlieferung über keine feste schriftliche Tradierung der Vokalisierung verfügt, muß deren Erhebung weitestgehend auf der Basis der oral tradierten Lesetradition erfolgen. Um eine leichte Benutzbarkeit und die Vergleichbarkeit mit der masoretischen Tradition zu gewährleisten, werden die samaritanischen Vokalisierungen in das masoretische Punktationssystem übersetzt.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit von zwei Arbeitsgruppen an der Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel, Arbeitsbereich Bethel (Leitung: PD Dr. Stefan Schorch) sowie der Reformierten theologischen Akademie Pápa/Ungarn (Leitung: Prof. Dr. József Zsengellér) realisiert. Die Edition beruht auf umfangreichen Vorarbeiten, die in enger Abstimmung mit führenden Experten der Samaritanusforschung sowie der alttestamentlichen Textgeschichte und -kritik erstellt wurden.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Bethel) sowie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (Pápa).
Folgende Kolleginnen und Kollegen sind an dem Editionsprojekt beteiligt:
Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel, Arbeitsbereich Bethel:
stud. theol. Susanne Becker
stud. theol. Angelica Dinger
Dipl. theol. Endre Gránicz
stud. theol. Martin Hagg
Ulrike Hirschfelder, MA
Dr. Irina Wandrey
Leitung: PD Dr. Stefan Schorch
Reformierte theologische Akademie Pápa/Ungarn:
Piroska Hajnal, MA
Dipl. theol. Zoltán Hamar
stud. theol. Edina Kekk
Leitung: Prof. Dr. József Zsengellér
Fachberater des Projekts:
Prof. Dr. Moshe Florentin (Universität Tel Aviv)
Prof. Dr. Adrian Schenker (Universität Freiburg/Schweiz)
Prof. Dr. Haseeb Shehadeh (Universität Helsinki)
Prof. Dr. Abraham Tal (Akademie für Hebräische Sprache, Jerusalem)
Benyamim Tsedaka (Direktor des samaritanischen „Institute A.B. for Samaritan Studies“, Holon)
